Da hatte ich neulich im Fernsehen was drüber gesehen.
Mir war es neu, das auch dieses Virus für Depressionen verantwortlich sein kann.

Schwere Depressionen durch Tiervirus

Die von Haustieren bekannten Borna-Viren können beim Menschen zu psychiatrischen Erkrankungen beitragen.

Die von Haustieren bekannten Borna-Viren können beim Menschen zu psychiatrischen Erkrankungen beitragen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Forscherteam um Dr. Liv Bode vom Robert-Koch-Institut in Berlin in der Fachzeitschrift "Molecular Psychiatry". Das Borna-Virus kann bei Tieren zu Änderungen des Verhaltens führen, die Verstimmungen bei Menschen ähneln. Offenbar spielt das Virus auch bei schweren Depressionen und bipolaren Störungen, bei denen die Erkrankten manisch-depressiv sind, eine Rolle. Für die Studie verglichen die Wissenschaftler in den vergangenen vier Jahren das Blut von Patienten mit dem Blut von gesunden Blutspendern sowie dem Blut erkrankter Pferde. Im Blut fast aller untersuchten Patienten fanden sich für das Borna-Virus spezifische Immunkomplexe. Zudem gingen schwere Depressionen mit einer großen Menge an Borna-Virus-Antigenen im Blut einher - zusätzlich zu den spezifischen Immunkomplexen und freien Antikörpern. Mit diesen drei Werten könne eine Infektion beim Menschen künftig sicherer als bisher festgestellt werden, hoffen die Forscher. So zeigte sich bereits, dass auch 30 Prozent einer Gruppe gesunder Menschen mit dem Virus infiziert waren. Das ist zehnmal mehr, als aufgrund von anderen Analysemethoden vermutet wurde. Wenngleich also die meisten Infektionen vermutlich harmlos sind, deuten die Daten doch darauf hin, dass periodische und lang andauernde Infektionen bei immer wieder auftretenden Depressionen eine Rolle spielen können. Das Borna-Virus fiel erstmals 1894 als Pferdeerkrankung auf, die in dem Dorf Borna nahe Leipzig ausgebrochen war. Inzwischen weiß man, dass das Bornavirus alle möglichen Säuger- und Vogelspezies befallen kann. Quelle: Molecular Psychiatry (2001) Volume 6, No. 4, pp. 481 - 491

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http://www.medizin.de/gesundheit/deutsch/1942.htm